“Ich stehe auf Dir!”, der Unterschied zwischen Jungs und Männern, Sex und Schuhen und Kommunikationsproblemen anderer Art!


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Ein brandaktueller Post... hätte es sein können, wenn ich nicht versäumt hätte ihn letzten Montag online zu stellen :)
Nachdem die Woche schnell verging, da ich immer etwas zu tun hatte, nun dieser tolle Abend.

Also zuerst nochmal zurück (ihr kennt mich ja),
Anna würde sagen, ich kann nichts in Häppchen erzählen, also lieber alles ganz oder irgendwie nicht geordnet, hauptsache da.

Also wie ja schon angekündigt hatte ich diese Woche einen genauen Arbeitsplan.
Anders als die meisten Au Pairs muss ich wirklich 45 Stunden arbeiten, aber mit 4 Kindern und Mutti allein in der Woche ja auch verständlich.

Also meistens habe ich so von 7 oder 8 bis 2.30 oder eben wenn Kinder in Schule 12.30 gearbeitet
Dann off-time und nachmittags wieder ran oder abends.

Genug von der Abend ( thank God for William, mein 2-jähriger kleiner Engel ist mehr als ein Grund, jeden Tag gut gelaunt in die Küche zu gehen (wo Arbeit beginnt), auch wenn man mal schlecht geschlafen hat!)

Aber jetzt zum kinderlosen Vergnügen (denn Kinder sind ja irgendwie eine Mischung aus Beidem)
In meinen nun vorher planbaren Pausen wollte ich ja wie gesagt schwimmen gehen.
Die Pool-Zeiten der hiesigen Schwimmhalle kollidieren aber so großartig mit meinen Arbeitszeiten, dass das nichts geworden wäre.

Also beschloss Carina mit mir “laufen” zu gehen.
Da ich bis halb 9 Abends arbeiten musste, kam ich später hinzu, während Carina und Heather eben schon am (im Dunkeln übrigens) Herumlaufen- auf-Tartan-Bahn waren.
Ich, eigentlich auf “Joggen” eh keinen Bock, brachte smart wie ich bin, einen Fußball mit und siehe da, wie schön drei Mädels doch in der im Gegensatz zum Sportplatz beleuchtetetn Parking Lot (Parkplatz) Fußball-Spielen-Versuche spielen können.
Ich bin ja so tollpatschig, landete 3 mal im Busch also, am Rande des Parkplatz.

Wer Heather ist? Das erzähle ich Euch gern.
Carina hat mir Heather vorgestellt, wir waren zusammen in dieser neuen, großartigen Mall und danach bei ihr und haben uns super unterhalten.
Zur Person. Heather, was übersetzt “Heidekraut” heißt ist 26/7 (nicht ganz sicher), Nanny aus Ohio, USA und arbeitet derzeit für eine Familie hier in Westwood.
Sie wohnt wie Carina nur 5 Min. (ach, nich mal) entfernt.
Endlich! Ich habe eine waschechte Amerikanerin kennengelernt!
Klar, meine Familie, aber so unter Freunden reden und unter Gasteltern, na ihr wisst schon.

Ich habe Slang-Wörter gelernt.
Herrlich!
Ich kann jetzt fuck-buddy sagen und weiß endlich, dass es eine genaue Übersetzung gibt für Freundschaft mit Extras.

Ja, gut, waren nciht so wirklich lebensnotwendige Sachen.
Aber seit ich hier bin, fühle ich mich wie 'ne Mutti, ich habe sogar in meiner Handtasche Windeln und Wipes (---Feuchttücher genau.)
Ich bin hier so unheimlich gut, so unschuldig, so unmündig und in meinem Job pass ich auf Kinder auf.
Ihr versteht?
Naja, sehr interessante Gespräche über Männer und das Eine und die Erkenntnis, dass Amerikas Doppelmoral sowas von offensichtlich wahr ist.

Heather kennzulernen war erfrischend und notwendig.

Ich bin eben doch noch eine Frau, gut zu wissen.
So zwischen Spielplatz und dem ABC-Lied.

Diese Woche haben wir uns eben wieder getroffen.
Auf ein Käffchen.
Was hier nun auch wirklich ein morgentliches Muss für mich geworden ist.
Es gibt ja Leute wie Felix, die Kaffee trinken, wie ich hier Wasser im Sommer und Leute wie meine Mutti, die da so ganz genaue Kaffeezeiten haben. Ich versuche mich eigentlich auf den Morgenkaffe zu beschränken, denn ohne den würde ich mehr als alt aussehen.
Während des Tages verschwendet Kaffee kochen, bis zur Trinkbarkeit abkühlen lassen und austrinken auch viel zu viel Zeit.

Zurück zu Heather.
Heather ist einfach lustig, sie hat eine Freundin in der Schweiz und beherrscht daher einige deutsche (wenn man schwitzerdeutsch so nennen darf) Vokabeln.

Was sie nicht wusste, eine andere deutsche “Freundin”, die sie hier im Nannyjob kennelernte, fand es nur allzu lustig ihr einzutrichtern, das sowas wie “Ich finde, das Wetter ist schön.” ja viel zu humorlos wäre.

So wollte Heather mir eben diesen Satz sagen und haut raus:

“ICH BIN EINE GEILE MITZEKATZI!”

(nach 10-minütigem Lachflash)

...klärten wir sie auf, dass das doch viel mehr “I'm a horney pussycat” heißt und wir hofften, sie hätte das noch nie gesagt.

Heather, ebenfalls am Lachen hat nun auch verstanden, warum die Schweizer Familie ihrer Freundin so seltsam auf ihren “Wettersmalltalk” reagiert hat und somit doch schon das Besagte ausgesprochen.

Mussten aber alle sehr lachen.

Heather ist übrigens der liebenswerteste Shopaholic, den ich je kennengelernt habe.
Ich glaube, in meinem ganzen Leben habe ich noch nicht so viele verschiedene Schuhe angehabt, wie sie allein Stiefel hat.

Na gut, vllt wär das übertrieben, aber an ihr ist diese Shopping”sucht” so verdammt okay.
Am meisten gefällt mir, dass sie diese Amerikanische Freundlichkeit in Herzlichkeit umwandelt und dass auch diese nciht oberflächlich ist.
Vllt spricht da nur der emotionale Krüppel aus mir, aber es tut gut mit einem Lächeln und einem “Hey Hon' (honey)!” begrüsst zu werden und nicht immer nur mit einem “Hi Sabrina.”
Whatever.
Es tut gut, endlich mal wieder so richtig einen ganzen Abend nur quatschen, Deutsch unterrichten und Englisch lernen und Spaß haben, einfach nur zusammen “rumzuhängen”.

Eines Abends war ich allein bei Heather und sie wollte wissen was man auf deutsch so in Clubs sagen würde, oder überhaupt wenn Typen dich anmachen.

Nachdem wir festgestellt haben, dass Typen in Amerika genauso (wenn nicht noch schlimmer) unkreativ wie Deutsche sind, wenn es um die Auswahl von Anbagger-Sprüchen geht, fragte sie, was “Ich steh' auf Dich!” heißt, naja daraus wurde dann ganz schnell ein “Ich stehe auf dir!” und bei meiner Erklärung dessen, was sie grade wörtlich gesagt hat, mussten wir wieder mal lachen.
Lachen ist ja schließlich auch gesund.

Sie macht sich aber ansonsten sehr sehr gut in Deutsch, kann sogar schon “Kühe” sagen obwohl Amerikaner ja Probleme haben mit unseren Ü's, Ä's und Ö's.

Aber hey, ihre ersten Worte auf deutsch von einer Schweizerin? Kein Wunder, dass sie immer “Ick” (oder so) sagt.
Aber nachdem ich ihr ernsthaft geZEIGT habe, welchen Teil der Zunge sie für den “CH”-Laut wie bewegen muss, hat sie auch das gepackt.

Ach ja und sagt niemals “I have to get off!” ( wenn ihr es nicht wirklich meint)

1 Kommentar:

  1. Hallo mein Spatz habe ganz gespannt Deine Zeilen gelesen und hoffe das Ihr Euch beide auch weiterhin so gut versteht, denn gute Freunde zu finden und dabei auch noch selber "ich" zu sein ist schwer.Beschwere Dich nicht falls mal ein Fehler in meinen Wörtern reinrutscht, das nicht, ist bei Dir fast immer falsch! Aber es gibt schlimmeres. Bleib Dir immer treu ich habe Dich lieb Deine Mutti

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