BOSTON- what else?

23. August 2009- Die Stadt er Städte!!!

Es war soweit- ich fuhr nach Boston.


Ganz nach dem Motto "Ich fahr Limo, was macht ihr so?", nein leider nicht.

Mit Carina und Jessica ging es mit dem Zug ins 20 Minuten entfernte Boston, MA.
Witzig- wir gingen als Familie durch und bezahlten für Hin-und Rückfahrt jeder nur 7$,
unwitzig- die Züge sehen hier noch aus, wie vor hundert Jahren, die an ihnen und in ihnen klebenden Kaugummis natürlich weggedacht.
So ein modernes, technisch versiertes Land und dann sowas...
Der Zug wurde bestimmt zeitgleich mit der “Spinning Jenny” (Name der ersten industriellen Spinnmaschine zum Verspinnen von Wolle zu Garn) gebaut.
Who cares...
Jedenfalls günstig, in Boston angekommen hab ich mich erstmal mit Sunscreen, also Sonnencreme eingeschmiert, das ist nämlich mein neustes Hobby, seit ich in Amerika bin, bin ich auf der Hut, denn die Sonne hier scheint noch viel aggressiver und ihr wisst ja, ich möchte meinen natürlich vornehm blassen Teint nicht verlieren :)



Dann wurden erstmal Fotos geschossen, so von Gebäuden.
Kennt ihr das?
Man ist in einer Stadt mit großem Namen und denkt, man müsste alles fotografieren und dann in 10 Jahren fragt man sich, warum zur Hölle habe ich dieses langweilige Gebäude fotografiert?

Naja...Ich habs trotzdem gemacht, ganz Touristen mäßig mit meiner Digicam am Gürtel und Gürteltasche daneben, denn ihr wisst ja, die Großstadt und seine Taschendiebe!

Bei meinem Glück würde ich sonst wahrscheinlich 2mal an einem Tag beraubt werden und nur so dumm, nichts mehr mitbekommend hinterher gucken “Wie, was, wo?”



Ja, dann sind wir in einen wunderschönen Park spaziert (Boston Common/ Public Garden), wo Kinder im Brunnen spielten, naja, war doch eher ein Pond und wo Polizisten noch auf Pferden sitzen und fotografiert werden, als würden sie gar nicht ernst genommen und die Welt eben noch normal ist.


Sicht vom Park in die City.



Es gibt da in Boston einen Stadtteil, der sich „Beacon Hill“ nennt und in dem alles ziemlich britisch und london-like aussieht. (wunderschön und wenig erschwinglich)
Das erste Mal fand ich hier einen Beweis, dass ich ja immerhin in „Neu England“ bin.




Der Garten und das hängende "Ich", ich bin nämlich auf diesem Bild das Einzige, was ein bissl durchhangt.



Wir waren in 2 der unzähligen, wirklich, wirklich meine UNZÄHLIGEN Starbucks-Läden um und Abkühlung zu verschaffen.
Dann haben Carina und Jessica mich zum Quincy Market gebracht- traumhaft.
Inmitten des ganzen Trubels Breakdancer von Jamaica, mit der zu erwartenden Lockerheit, dieses “Easy-living”-Gefühlen spürbar verbreitend, tanzten sie und performten sie, mal mit mehr, mal mit weniger Klamotten.

Dann ging's ab in die Faneuil Hall, ein Fresstempel, sach ich Euch.
Bude an Bude in einem langgestrecketen, charmanten Gebäude.
Von Taifood, bis hin zu gewöhnlichem Hühnchen, über mexikanisch, bis hin zu japanisch, von “deutschem” Apfelstrudel bis hin zu amerikanischen Mörder-Cookies- was das Herz begehrt.
Eine Frau mit Probierspießchen mit Chicken Teryaki (Schreibweise?) überzeugte mich, bzw. war als Erste vor Ort.
Ich war mit der Auswahl einfach nur überfordert.


(links hinter der Ampel gab's Breakdance vom Feinsten und zum mitnehmen)

Nach yummie yummie Schlemmerzeit ging es weiter, eigentlich zur nächsten Essmöglichkeit.
Aber erst die Souvenirständchen angeschaut (nur geschaut- wirklich!)

Daher hier auch das Bild für Dich, Henry.
Stell dir mal den coolen Fuhrpark vor, den wir beide mit diesen süßen Wägelchen haben könnten.
Mit den anderen Modellautos und dann bauen wir wieder mit Filzstiften unsere eigenen Parcours und Rennbahnen.
Ich hab dich lieb.


Dann wanderten wir zu “Mike's Pastry” (Pastry heißt sowas wie Gebäck)

HAMMER- wow.

Die besten Plätzchen und Kekse, die ich jemals gegessen habe, sry Oma, aber diese Rezepte müssen wir haben!Die Liebe von uns beiden fehlt zwar aber die Amis überdecken hier ja alles mit Zucker, solange, bis es gut schmeckt :)

Aber es war gut, ich hab eine Strawberry Short Cake genommen, also ein Erdbeertörtchen wie ich Eines bin und (ja ich konnte dem 2. Stück nicht widerstehen) einen Chocolate Chip Cheesecake (also Käsekuchen mit Schokoladenstücken drin- yummie).

Viel zu viel- viel zu gut- viel zu fett.
Man lebt nur einmal.

(Naja, wenn ich das jetzt bei jeder der noch kommenden Sünden sagen werde, dann lebe ich einmal als dicke fette, bewegungsunfähige, nicht sehr alt werdene Frau :)

Aber wie ihr seht, hat es gemundet.

Dann saßen wir an diesem wunderschönen Hafen.
Das Pärchen vor uns blieb und bisweilen unbekannt aber es reflektierte gerade zu die Romantik der Atmosphäre die gar Niemandem verborgen bleiben konnte.
Dazu passend lauschten wir einer Frau, die mit einer Gitarre und ihrer Tracy Chapman-ähnlichen Stimme Herzen beben ließ und zu unserer Rechten ein Saxophonist, der das Bild musikalisch mehr als untermalte.



Wir direkt dazwischen....ich befand mich in einem Rausch, ein schönes Gefühl, dass ich lange nicht mehr gefühlt habe...
Das letzte mal war es kalt, es war Oktober und nass, aber der Mond schien.
Ja ich glaub, das war's.
Also ich war sehr glücklich an diesem Abend.
Die schönste Nacht, die ich bis jetzt hier verbrachte.

Leben:
Atem.
Herzschlag.
Rhythmus.

Apropos. Der Typ hatte Rhysthmus,ein paar Eimer, ein paar Pfannen und Töpfe, als Kind waren uns dieser "Musikinstrumente" wunderbare Krachmacher, später nicht mehr gut genug, da ihr Zweck ein Anderer ist?



Schade.

Noch einmal Kind sein. Noch einmal Karussell fahren. Einmal noch.




Dann wieder schnell auf den Weg zum Zug, ab nach Haus und ins Bett.

Hoffe ihr verbringt ähnlich schöne Nächte und hört auf Euer Herz oder einen Grashalm im Wind.

Mausi.

1 Kommentar:

  1. Liebe Mausi, es ist immer wieder schön deine Zeilen zu lesen, so bin ich immer bei dir,ich bin so froh das du dort so schöne Sachen erlebst. Du hast es verdient.Vor allen Dingen sehe ich in unserem kleinen Ort was von der großen weiten Welt. Hab Dich lieb Deine Mutti

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