Ge“jetlag“ed und über
Frühstück von 7 bis 8.
Unterricht (Classes) von 8.30 bis irgendwie open end.
Einteilung der Klassen nach Zielort, also Wohnorte der Familien.
Ich war in Klasse 7, die Massachussetts-, Vermont- und New Hampshire-Klasse.
Wie zu erwarten viele Deutsche (u.A. 2 Jungs), doch einige Österreicher, 2 Brasilienarinnen, 1 oder mehr Mexikanerinnen, eine Tailänderin, eine Tschechin, eine Finnin, eine Schwedin und genau eine Rüganerin.
Isn't it awesome?
Ja es war wunderbar.
Unsere Lehrerin, die hippw New Yorkerin, die ohne ihre Mutterschaft wahrscheinlich die 5 Heldin der „Sex & the City“-Crew hätte werden können.
Sie kam rein, mit Kaffee und Sonnenbrille, quitschgrünem Kleid mit Tiefausschnitt und Hängekette (nicht Brüste).
Wäre sie nicht so hibbelig, könnte man sie ohne Probleme in ein Schaufenster stellen. (positiv gemeint)
Unterricht ist eben wie Unterricht, interessant, lehrreich und langatmig hier und da.
Essen ist eben auch Geschmackssache und daher möchte ich über diesen Fraß auch nichts weiter sagen als: Ich bin froh, dass das nicht typisch Amerikanisches Essen war.
Komisch, die geliferte Pizza war okay, aber erwartet man von Pommes und Burgern aus Amerika nicht, dass sie schmecken? Ungesalzene Pommes und Cola extra light.
Abends gab's dann der/die/das „ International Sing Along“, es fanden sich viele Gruppen, nach Ländern getrennt zusammen um ein aus ihrer Heimat stammendes Kinderlied in ihrer Sprache auf einer Bühne vor allen Anderen zu singen.
Ihr könnts Euch denken, während die armen Estländerinnen zu zweit da standen, musste die Deutsche Gruppe aufgrund von Bühnenlabilität in ganze 4 Gruppen geteilt werden, von denen jede Einzelne immernoch größer war als die anderen Nationen.
Danach war der „Computerraum“ eröffnet, was bedeutet, dass sich alle auf die PC's dort oder auf ihre Laptops stürzen um sich ins definitiv überlastete W-Lan-Netz der Schule zu stürzen.
Good idea? Definitiv nicht.
Die Wartezeiten erinnerten mich ein bisschen an Zu Hause von vor 5 Jahren, als es nur Modem zu essen gab...ähm....zu benutzen.
Duschen meines Erachtens mit Badelatschen okay, ABER die Toiletten...fuck....jetzt mal ehrlich:
Zwischen deiner Toilettentür und der Befestigungswand waren mind. 3 cm Platz und ich saß, pardon, stand dann da und dachte: „Oh nein, wenn ich die da draußen vor meiner Klotür sehen kann, dann können die mich ja auch sehen! AHHHH!“
Privatsphäre war noch gleich?
Aber hey, man will ja nicht in dieser Schule wohnen (besser ist auch), sondern in meist doch gut ausgestatteten Amerikanischen Familien.
Eines Tages kam dann ein Amerikanischer Cop zu uns (Safety Workshop), der uns was über Sicherheit blabla erzählen wollte.
Naja, irgendwie hat er's ja auch.
Lustige Zeit...anstrengende Zeit.
Um 12 im Internet hängen weil vorher Netz überladen und kein Durchkommen obwohl eigentlich zu müde, weil um 7 aufgestanden.
Wetter war durchgehend hot...aber was noch gar nicht erwähnt, jedes Haus in Amerika hat „Air Condition“ (Klimaanlage), d.h. Du kommst durchgeschwitzt von draußen rein und frierst dir dann den Arsch ab, weil eben arschkalt.
Nicht wundern, ich schreibe diese Berichte rückblickend, denn in der Schule hatte ich keine Zeit und Lust für „staff like that“.
Grüße von mir.

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